Donnerstag, 31. Juli 2008

Das neue Forum für Aquaristik und Gartenteiche

Am 21. August 2007 hatten wir es hier im Weblog angekündigt: Das neue aquamax Forum. Wir würden uns sehr freuen, Sie zu den Gründungsmitgliedern des neuen aquamax Forums zählen zu können.

Auf bald bei http://forum.aquamax.de !

Vormerken: aquamax Chat am kommenden Mittwoch

Schauen Sie doch nächste Woche auch einmal vorbei: Man trifft sich im aquamax Chat, Mittwoch, 6. August 08, ab 20:30 Uhr.

Zwei (Rotalgen) auf einen Streich: Thorea ramosissima & Rhodochorton spec. II



Nach nur zwei Tagen im Leitungswasser waren beide Rotalgen weitgehend von den roten Farbanteilen befreit. Merkwürdigerweise zeigten sich an der Thorea ramosissima sogar grüne (!) Stellen. Offensichtlich ist mein Leitungswasser für diese beiden Rotalgen ungeeignet. Schade - auf die Rhodocherton könnte ich leicht verzichten, aber dass sich auch die T. ramosissima gleich wieder verabschiedet, gefällt mir überhaupt nicht.

Montag, 28. Juli 2008

Zwei (Rotalgen) auf einen Streich: Thorea ramosissima & Rhodochorton spec.



Thorea ramosissima (?) ist relativ neu in Aquarien. Es ist auch noch nicht sicher, ob diese Rotalge tatsächlich T. ramosissima ist, oder eine tropische Verwandte. Letzteres ist nicht völlig auszuschließen, denn bis jetzt stammten alle Proben aus Warmwasseraquarien. Verwertbares Bildmaterial zum Vergleich ist leider Mangelware.





Heute erhielt ich eine weitere Probe, bei der sich schon makroskopisch erkennen ließ, dass auch Thorea nicht vor dem Befall mit den Pinselalgen Rhodochorton spec. gefeit ist. Dass Kieselalgen (Diatomeen) auf diversen anderen Algen wachsen, ist bekannt. Dass aber auch Rotalgen auf Rotalgen wachsen, sah ich (bewusst) heute zum ersten Mal.

Leider war die Wassermenge, in der die Algen geschickt wurden, sehr gering. Nach der Bakterienentwicklung zu urteilen, waren bereits Zersetzungsprozesse im Gang, was auch Nitrit- und Nitratmessungen sofort bestätigten.

Massenentwicklung dieser Rotalgen zeigt wie bei allen anderen Algen auch, dass sie genug Nahrung finden. Langfristig führt auch hier kein Weg an deutlich stärkeren und häufigeren Wasserwechseln zur Senkung des Nitrat- und Phosphatgehalts vorbei. Meine "Pflegeversuche" der erhaltenen Proben scheiterten bis jetzt immer, da das Angebot dieser Makro-Nährstoffe bisher bei mir zu gering war.

Sonntag, 27. Juli 2008

Foto(s) des Tages: Calopteryx splendens und Pyrrhosoma nymphula


Während man Pyrrhosoma nymphula, die Frühe Adonislibelle häufig am Gartenteich antrifft, sieht man die wunderschöne Calopteryx splendens, die Gebänderte Prachtlibelle, fast nur an Fließgewässern.

Samstag, 26. Juli 2008

Foto des Tages: Tanichthys micagemmae



Das heutige Foto des Tages stammt von unserem Freund Rainer Deible: Tanichthys micagemmae, der Vietnamesische Kardinalfisch. Dieser kleine Fisch bleibt kleiner als der altbekannte Kardinal (Tanichthys albonubes), braucht nur Zimmertemperatur, pflanzt sich im Daueransatz leicht fort und lässt Garnelen in Ruhe.

Vielen Dank, Rainer!

Freitag, 25. Juli 2008

Ärger mit Bacchus

Man kann wirklich nicht gerade behaupten, dass ich viel und häufig Wein trinke. Das liegt nicht etwa an besonders lobenswerter Enthaltsamkeit, sondern eher daran, dass ich in aller Regel ein kühles Bier mehr zu schätzen weiß.
Was passiert, wenn ich mich ausnahmsweise doch entschließe, den vergorenen Traubensaft zu verkosten, erfahren Sie in folgender "Foto-Love-Story".

Zack. Nach drei Umdrehungen bricht der Korkenzieher ab und das untere Ende bleibt im Korken stecken.Auch der zweite Korkenzieher macht es nicht lange. Es stecken mittlerweile zwei abgebrochene Korkenzieher im Weinkorken. Na prima.


Mit roher Gewalt und einer Rohrzange versuche ich, den Korken an die frische Luft zu zerren. Keine Chance: Beide bereits gebrochenen Korkenzieher-Endstücke brechen weitere Male ab. Doch es erscheint ein Hoffnungsschimmer...
...durch heftiges Drehen und Zerren mit der Zange hat sich ein kleiner Spalt zwischen den abgebrochenen Endstücken aufgetan. Wagemutig setzte ich den letzten verbliebenen Korkenzieher ein und...




...geschafft.

Es gab auch einen Grund, warum der Wein nicht aus der Flasche ins Glas wollte. Er schämte sich, wegen seines Aromas.

Fusel: geschenkt.
Zwei Korkenzieher: 10 Euro.
Kaltes Bier: Unbezahlbar.

Foto des Tages: Astronotus ocellatus, Pfauenaugenbuntbarsch



Astronotus ocellatus, der Pfauenaugenbuntbarsch, ist ein Vertreter der "Bullenklasse" für Aquarien (er kann bis zu 40 cm lang werden). Es ist einer der wenigen Fische, die es geschafft haben, einen Spitznamen zu bekommen: "Roter Oskar" wird er liebevoll von seinen Pflegern genannt. Und nein, mit dem Roten Oskar von der Saar hat er nichts zu tun, außer dass es ihm auch ganz gut gelingt, auf sich aufmerksam zu machen.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Foto des Tages: Scleromystax lacerdai (?)



Heute möchten wir gerne einmal die Panzerwelsfreunde um Hilfe bei der Bestimmung dieser schönen Tiere bitten. Eigene Recherchen ergaben die größte Ähnlichkeit mit Scleromystax lacerdai, aber ganz sicher sind wir nicht. Kommentare oder Hinweise per Mail würden uns sehr freuen.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Foto des Tages: Exodon paradoxus, Zweitupfen-Raubsalmler



Exodon paradoxus, der Zweitupfen-Raubsalmler ist eine ziemlich aggressive Schönheit, die nicht für Gesellschaftsaquarien geeignet ist. Pflanzen werden aber verschont. So ist in größeren, schön bepflanzten Aquarien die Haltung eines Schwarms von 10 - 15 Tieren (lt. Mergus Aquarienatlas) sicher eine höchst attraktive Alternative zu "08/15 Aquarien".

Dienstag, 22. Juli 2008

Foto des Tages: Selenotoca multifasciata



Zur Abwechslung einmal ein Brackwasserfisch aus der Familie Argusfische (Scatophagidae), Selenotoca multifasciata, der Punktstreifen-Argusfisch, oder Silberargus.

Sonntag, 20. Juli 2008

"Funktionstiere"

Der Begriff „Funktionstiere“, bzw. „Funktionsfische“ geistert seit ein paar Jahren durch aquaristische Newsgroups und Internetforen. Gemeint sind damit Fische oder Wirbellose, die in Aquarien irgendeine real erkennbare und erwünschte „Funktion“ erfüllen, oder von denen man wenigstens diese Eigenschaften erwartet. Unterstellt wird dann von den Kritikern, dass solche Tiere mehr oder weniger ausschließlich wegen ihrer „Funktion“ angeschafft / gehalten werden, aber eigentlich ja nicht um ihrer selbst Willen, „weil man sie mag“ oder gar „liebt“.

Die schon sehr früh als Funktionsfische bezeichneten Tiere finden sich in Literatur und Internetforen hauptsächlich in drei Gruppen: „Algenfresser“, „Schneckenfresser“ und „Futterresteverwerter“ („Müllschlucker“!). Von anderen wird selten gesprochen, aber sie werden ebenfalls nicht ganz selten „missbraucht“. Gemeint sind Fische, die überzähligen Nachwuchs bei produktiven Arten dezimieren. Oder „Futterfische“, bzw. „Futtergarnelen“. Noch seltener werden Fische genannt, die man zu Zuchtpaaren als „Feindfaktor“ setzt, damit diese ihre Brut besser bewachen und sich dabei mehr um die (bedrohten) Jungen kümmern.

Mit dem Vorwurf der Funktionsfischhaltung stellt sich automatisch und unweigerlich die Frage nach der Ethik in der Aquaristik. Und ebenso unweigerlich sind dann die Kritiker selbst in Erklärungsnöten, denn sie können nicht schlüssig erklären, warum ihre eigenen Fische gar keine Funktion haben. Ist es denn nicht so, dass sich Aquarianer Fische anschaffen in der unausgesprochenen Erwartung, dass diese ihre neuen Besitzer in irgendeiner Weise erfreuen, ihnen die Langeweile vertreiben oder ihnen gar als Statussymbol dienlich sind? Was ist mit Züchtern und Händlern, die auch noch materielle Vorteile erwarten?

Welche Gründe gibt es überhaupt, um sich für die Haltung irgendwelcher Tiere und insbesondere „Aquarientiere“ oder „Terrarientiere“ zu entscheiden? Bei „Streicheltieren“ ist die Lage wohl etwas anders. Aber welches Tier ist denn für die Aquarien- oder Terrarienhaltung „gemacht“? Im Wesentlichen dürften kaum mehr als folgende Gründe in Frage kommen:

  • Wir finden die Tiere schön.

  • Man findet ihr Verhalten (ihre Eigenschaften) interessant und eventuell nützlich.

  • Wir möchten durch ihre Haltung etwas über die Natur lernen.

  • Ihre Vermehrung bringt uns finanzielle Vorteile oder höheres Ansehen in bestimmten Kreisen.

  • Sie helfen uns, unsere Freizeit „sinnvoll“ auszufüllen. Anders ausgedrückt: Sie sind ein amüsanter, interessanter Zeitvertreib.

Macht man sich über Begriffe wie „Funktionstiere“ ernsthaft Gedanken, sollte man vielleicht auch einmal über den Begriff „Nutztiere“ nachdenken. „Funktionstiere“ erfüllen mehr oder weniger freiwillig ihre „Funktion“, weil sie unter anderem davon leben, auch wenn sie nicht „geliebt“ werden. Immerhin bekommen sie aber wenigstens eine Pflege, die ihnen ein einigermaßen sicheres und relativ langes Leben ermöglicht. Nutztiere werden dagegen grundsätzlich lebenslänglich regelrecht ausgebeutet. Am Ende der wirtschaftlich sinnvollen Ausbeutung (Nutzung) steht der sichere, meist frühzeitige Tod.


Garra rufa, die Rötliche Saugbarbe, bekannter unter dem Namen "Kangal-Fisch" hilft Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis). Gleichzeitig ist sie aber auch, wie viele andere Garra-Arten, sehr an Algennahrung interessiert. "Funktionstier" oder nicht - das wäre auch in diesem Fall zu fragen.

An der reinen Liebe, wie man sie z. B. Hunden, Katzen, Pferden, Zwergkaninchen usw. entgegenbringt, müssen bei Aquarien- und Terrarientieren durchaus Zweifel erlaubt sein. Insbesondere bei den Menschen, die kein Problem damit haben, in Sichtweite ihres Aquariums die Artgenossen ihrer geliebten Pfleglinge als Forelle blau oder Shrimp-Cocktail genüsslich zu verspeisen.

Samstag, 19. Juli 2008

Foto des Tages: Coleochaete spec.



Coleochaete spec., eine winzige Grünalge, hier auf einem in den Gartenteich gehängten Objektträger gewachsen. Die Aufnahme wurde bei 400-facher Vergrößerung fotografiert.

Freitag, 18. Juli 2008

Foto des Tages: Günthers Prachtgrundkärpfling



Günthers Prachtgrundkärpfling, Nothobranchius guentheri.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Montag, 14. Juli 2008

Foto des Tages: Tylomelania sp



Eine Tylomelania sp. aus Sulawesi inspiziert ein Stück Seemandelbaumrinde (Terminalia catappa)

Freitag, 11. Juli 2008

Foto des Tages: Teichfrosch



Rana kl. esculenta, bzw. Pelophylax kl. esculentus, der Teichfrosch. Er ist eine Kreuzung zwischen dem Seefrosch (Rana ridibunda) und dem Kleinen Wasserfrosch (Rana lessonae).

Rana = Frosch, esculenta, bzw. esculentus = "essbar".

Donnerstag, 10. Juli 2008

Gastbeitrag und Foto(s) des Tages


Rainer Deible stellt uns ein paar Bilder von der Murg zur Verfügung. Wie man sieht, müssen es keineswegs immer die Tropen sein. Und Anregungen für die Gestaltung von "Natur-Aquarien" bieten die Unterwasseraufnahmen auf jeden Fall.



Rainer Deible schreibt zu seinen Aufnahmen:

"Der Fluss ist die Murg in Höhe von Rastatt (Barbenregion). Bei der Pflanze handelt es sich um den Flutenden Hahnenfuß, Ranunculus fluitans. Bei den kleinen Fischen auf den Bildern dürfte es sich um junge Hasel (Leuciscus leuciscus) handeln."




Herzlichen Dank, Rainer, für diesen interessanten Beitrag und die schönen Bilder!

Dienstag, 8. Juli 2008

Foto des Tages: Aponogeton rigidifolius



Wasserpflanzen haben teilweise sehr schöne Blütenstände. Hier Aponogeton rigidifolius, die Steifblättrige Wasserähre, die im Südwesten Sri Lankas relativ häufig zu finden ist. Ein vor Jahren mitgebrachtes Exemplar entwickelt sich recht gut.

Sonntag, 6. Juli 2008

Foto des Tages: Nano Cube 20 l



Heute der neu eingerichtete Nano Cube 20 Liter (Dennerle). Die Pflanzen:
Monosolenium tenerum, Hygrophila corymbosa 'Kompact', Ludwigia x arcuata, Ceratophyllum demersum, Taxiphyllum spec. (Flammenmoos), und Pogostemon helferi. Demnächst werden ein paar Garnelen einziehen.

Samstag, 5. Juli 2008

Foto des Tages: Schneeflöckchengarnele



Macrobrachium kulsiense, die "Schneeflöckchengarnele".

Freitag, 4. Juli 2008

Foto des Tages: Riccardia chamaedryfolia



Riccardia chamaedryfolia, das "Korallenmoos" im Original und 50 x vergrößert im mikroskopischen Bild.


Dieses Lebermoos zählt in Deutschland lt. der "Roten Liste" zu den gefährdeten Arten und ist in die Kategorie 3 eingestuft. Vielleicht hilft ja die sprunghaft ansteigende Zahl der Moosliebhaber unter Aquarianern dem "Ganderblättrigen Ohnnervmoos", bzw. der "Ganderblättrigen Riccardie", in zunehmender Population zu überleben.

Dienstag, 1. Juli 2008

Foto des Tages: Caridina cf. propinqua (?)



Caridina cf. propinqua (?), fotografiert bei der Interzoo 2008 in Nürnberg. Die orange Färbung lässt derzeit kaum einen anderen Schluss zu, aber der Name ist noch recht unsicher. Eine krankhafte Farbveränderung kann weitgehend ausgeschlossen werden, da einige Tiere mit dieser Färbung recht munter im Nano Cube (Dennerle) herumspazierten und keinen kranken Eindruck machten.