Dienstag, 11. August 2009

Foto des Tages: Leise bröckelt der Kalk ...

Gestern bekam ich ein paar Anubias-Blätter, auf denen sich ein "Kalkbelag" gebildet habe. Auf diese Probe war ich sehr gespannt, denn Anubias waren mir bisher nicht als Pflanzen bekannt, die "biogene Entkalkung" unter normalen Umständen schaffen.

Schon beim Auspacken der Sendung fielen die in der Tüte herumliegenden "Trümmer" einer dicken Kalkkruste auf, die unter der Biegung des Blattes regelrecht abgesprengt wurden.

Vorbehaltlich einer näheren Untersuchung dürfte es so sein, dass Algen die biogene Entkalkung voran trieben und diese dicken Krusten mit dem ausfallenden Kalk bilden.

Kommentare:

Fischtante hat gesagt…

Gibt es im Süßwasser eigentlich auch so etwas wie Kalkrotalgen?
LG
Fischtante

Bernd@aquamax hat gesagt…

Hallo Fischtante,
"Kalkrotalgen" sind eigentlich nur in der Meerwasser-Aquaristik als Begriff zu finden. Wobei es ziemlich schwer fällt, genauere Informationen zu den Gattungen / Arten zu finden.

Im Süßwasser sind es vor allem die Rotalgen, die Kalk einlagern oder per biogener Entkalkung solche Krusten bilden. Untersuchungen dieser Arten sind sehr kompliziert und zeitaufwendig.

Kurz: "Kalkrotalgen" wie im Meerwasserbereich wird es im Süßwasser eher nicht geben, wenn auch solche Krusten und z. B. Algen wie Hildenbrandia sp. diese Vermutung nahelegen.

Gruß,

Bernd